Wolfram Eilenberger

Autoren

Wolfram Eilenberger

Wolfram Eilenberger, geboren 1972, war langjähriger Chefredakteur des "Philosophie Magazins", ist "Zeit"-Kolumnist, moderiert die "Sternstunden der Philosophie" im Schweizer Fernsehen und ist Programmleiter der "phil. cologne". Er hat mehrere populärphilosophische Sachbücher geschrieben. In zahlreichen Talkshow-Auftritten im Deutschen Fernsehen gibt er der Philosophie eine Stimme und ein Gesicht. Sein Buch "Zeit der Zauberer" stand monatelang auf der "Spiegel"-Bestsellerliste und wurde 2018 mit dem "Bayerischen Buchpreis" ausgezeichnet.

©  Annette Hauschild

Feuer der Freiheit Die Rettung der Philosophie in finsteren Zeiten (1933–1943)

Aktuelles Buch

Feuer der Freiheit Die Rettung der Philosophie in finsteren Zeiten (1933–1943)

Klett-Cotta

Das abenteuerliche Leben vier außergewöhnlicher Frauen, die in finsterer Zeit für unsere Freiheit kämpften Simone de Beauvoir, Hannah Arendt, Simone Weil und Ayn Rand: Mit großer Erzählkunst schildert Wolfram Eilenberger die dramatischen Lebenswege der einflussreichsten Philosophinnen des 20. Jahrhunderts. Inmitten der Wirren des Zweiten Weltkrieges legen sie als Flüchtlinge und Widerstandskämpferinnen, Verfemte und Erleuchtete das Fundament für eine wahrhaft freie, emanzipierte Gesellschaft.Die Jahre 1933 bis 1943 markieren das schwärzeste Kapitel der europäischen Moderne. Im Angesicht der Katastrophe entwickeln vier Philosophinnen, Simone de Beauvoir, Simone Weil, Ayn Rand und Hannah Arendt, ihre visionären Ideen: zum Verhältnis von Individuum und Gesellschaft, von Mann und Frau, von Sex und Gender, von Freiheit und Totalitarismus, von Gott und Mensch. Ihr abenteuerlicher Weg führt sie von Stalins Leningrad bis nach Hollywood, von Hitlers Berlin und dem besetzten Paris bis nach New York; vor allem aber zu revolutionären Gedanken, ohne die unsere Gegenwart - und Zukunft - nicht dieselbe wäre. Ihre Existenzen - als Geflüchtete, Aktivistinnen, Widerstandskämpferinnen - erweisen sich dabei als gelebte Philosophie und legen eindrucksvoll Zeugnis von der befreienden Kraft des Denkens ab.Ein grandioses Buch über vier globale Ikonen, die am Abgrund des 20. Jahrhunderts beispielhaft und mit bis heute weltweiter Wirkung verkörperten, was es heißt, ein wahrhaft freies Leben zu führen.

4 Fragen 4 Antworten

Was bedeutet diese Buchmesse für Sie?

Gewiss eine neue Erfahrung, der ich mit Freude und Neugier entgegensehe. Als Buchmenschen sollten wir aber nicht vergessen, wie wichtig und bereichernd das Gewusel und Geplapper einer klassischen Messe für uns alle ist.

Welche Leser*innen wünschen Sie sich?

Ich wünsche mir Menschen, die bereit sind, ihre eigenen existentiellen Fragen ernst zu nehmen. Und diesen im Dialog mit der Geschichte und Tradition des Denkens eigenständig nachzugehen.

Mit welchem Satz überzeugen Sie Ihre Leser*innen, Ihr neues Buch zu lesen?

"Das Leben ist wundervoll, aber es ist nichts ohne Freiheit." Denn das ist die zentrale Überzeugung der vier Heldinnen meines Buches – in finsterer Zeit.

Was war gut am Shut-down, was haben Sie aus der Corona-Krise gelernt?

Da ich in dieser Phase das Manuskript abschließen musste, war die Reduktion der Lebenskomplexität sogar ein bisschen hilfreich. Gelernt habe ich, wie schwer es bleibt, eigenen Ängsten denkend Herr zu werden.

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