Volker Weidermann

Autoren

Volker Weidermann

Volker Weidermann, geboren 1969 in Darmstadt, studierte Politikwissenschaft und Germanistik in Heidelberg und Berlin. Er war Feuilletonchef der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung, ist seit 2015 Autor beim SPIEGEL und war bis Ende 2020 Gastgeber des Literarischen Quartetts im ZDF. Seine Bücher "Ostende. 1936: Sommer der Freundschaft" und "Träumer. Als die Dichter die Macht übernahmen" waren große Bestseller.

©  Reto Klar

Brennendes Licht. Anna Seghers in Mexiko

Aktuelles Buch

Brennendes Licht. Anna Seghers in Mexiko

Aufbau Verlag

1941: Als Anna Seghers endlich die Flucht aus Europa gelingt, ahnt sie nicht, dass die Jahre in Mexiko ihr Leben entscheidend prägen werden. Hier wird sie mit der Veröffentlichung des "Siebten Kreuzes" in den USA über Nacht berühmt, hier schreibt sie ihre wichtigsten Werke und erfährt sowohl den Verlust der Mutter, die sie nicht mehr aus Nazi-Deutschland retten kann, als auch die eigene Endlichkeit, als sie bei einem schweren Verkehrsunfall fast stirbt. In den Jahren 1941 bis 1947 trifft sie in Mexiko Stadt nicht nur Diego Rivera, Frida Kahlo und Pablo Neruda, sondern auch deutsche Exilkommunisten und Juden, die wie sie mit dem Stalinismus ringen. Inmitten überbordender Farben, gleißenden Lichts und einer Kultur, die den Tod feiert, bleibt die Sehnsucht nach Europa.

4 Fragen 4 Antworten

Was bedeutet diese Buchmesse für Sie?

Lesen geht weiter. Neue Formen probieren. Rituale - für die Ewigkeit erbaut - mal überprüfen. Neu machen. Anders machen. Sich mal was Ausdenken. Freu mich drauf.

Welche Leser*innen wünschen Sie sich?

Sportliche, Sonnige, Humorbereite, Seghers-Feind*innen, Abenteurer*innen, Mexiko-Liebhaber*innen, Seghers-Freund*innen, Seghers-Ignorant*innen.

Mit welchem Satz überzeugen Sie Ihre Leser*innen, Ihr neues Buch zu lesen?

Es steckt irre viel Sonne drin, ein paar Morde, gefährliche Bücher und ein Buch, das ein bisschen die Welt gerettet hat und Anna Seghers war ganz anders, als Sie bislang dachten, echt jetzt.

Was war gut am Shut-down, was haben Sie aus der Corona-Krise gelernt?

Selbstverständlichkeiten von einst wurden uns selbstverständlich. Vor allem hat man sich nochmal ganz neu in die gute alte Normalität verliebt. Und: verrückt, was man einfach so ändern kann, wovon man vorher dachte: das sind alles Alternativlosigkeiten für die Ewigkeit.

Weitere Informationen