Ulrike Draesner

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Ulrike Draesner

Ulrike Draesner, 1962 in München geboren, eine der profiliertesten deutschsprachigen Autorinnen, lebt in Berlin und Leipzig. Für ihre Romane und Gedichte wurde Ulrike Draesner mehrfach ausgezeichnet. Die Autorin lehrte von 2015 bis 2017 an der Universität Oxford, seit 2018 ist sie Professorin am Deutschen Literaturinstitut der Universität Leipzig.

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Schwitters

Aktuelles Buch

Schwitters

Penguin

In ihrem neuen Roman folgt Ulrike Draesner dem Schriftsteller und bildenden Künstler Kurt Schwitters ins Exil - von Hannover, nach Norwegen, London und schließlich in den Lake District, in ein neues Leben in fremder Sprache. In einer virtuosen Mischung aus Fakten und Fiktion entsteht das Panorama einer Zeit, in der angesichts einer brennenden Welt neu um Freiheit und Kultur gerungen wird. Ein tiefgründiger, dabei humorvoller Roman über die Kraft der Kunst, darüber, wie sie entsteht und was sie vermag.

4 Fragen 4 Antworten

Was bedeutet diese Buchmesse für Sie?

Sie ist mir besonders wichtig, denn mein Buch über Kurt Schwitters liegt mir am Herzen. Er ist ein so großartiger bildender Künstler mit einem bewegenden Leben, geprägt von seinem unglaublichen Einsatz für die Kunst gegen Unterdrückung, Krieg und Zensur - ich finde das wichtig in heutigen Zeiten. Die Beschränkungen durch die Pandemie sollten wir in diesem Sinn auffassen: als Aufforderung zu Erfindung. Was können wir daraus an zusätzlichen Möglichkeiten gewinnen, uns über Bücher auszutauschen? Wie Formate mischen, Bilder und Texte kombinieren. Es ist wichtig, unsere Gegenwart, über die Pandemie hinaus, im Blick zu behalten.

Welche Leser*innen wünschen Sie sich?

Jeden, der sich für einen abenteuerlichen und anrührenden Lebenslauf im 20. Jahrhundert, quer durch Europa interessiert und von Kunst oder Sprache bewegen lässt. Und alle, die darüber hinaus die Natur und den englischen Lake District entdecken wollen, der Maler und Dichter seit jeher inspirierte.

Mit welchem Satz überzeugen Sie Ihre Leser*innen, Ihr neues Buch zu lesen?

Zitat Kurt Schwitters: „Da geschah das Unerhörteste!“

Was war gut am Shut-down, was haben Sie aus der Corona-Krise gelernt?

Ich bin sicherer darin geworden, digitale Formate für die Gespräche über Literatur und vor allem auch als eigenständige künstlerische Mittel einzusetzen. Etwa für Poesievideos. Wir sind internationaler geworden, was das angeht, und reisesparsamer. Ich hoffe, dass wir als Gesellschaft die Erinnerung an den Frühling des Vogelgesangs als umweltschützenden Impuls mitnehmen und ausbauen.

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