Tobias Schlegl

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Tobias Schlegl

Tobias Schlegl, Jahrgang 1977, moderierte lange beim Musiksender Viva, später die Satiresendung "Extra 3" und das Kulturmagazin "aspekte". Im Sommer 2016 gab er den Großteil seiner Fernsehjobs auf, um etwas gesellschaftlich Relevantes zu machen: Er absolvierte eine dreijährige Ausbildung zum Notfallsanitäter. Mittlerweile ist er als Sanitäter und Moderator tätig. Tobias Schlegl lebt in Hamburg.

©  Thomas Leidig

Schockraum

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Schockraum

Piper

Irgendetwas stimmt nicht im Leben von Notfallsanitäter Kim. Er fühlt sich wie betäubt, ist ängstlich und macht Fehler, die seine Patienten gefährden. Auch seine Beziehung zu Marie geht in die Brüche. Was Kim nicht wahrhaben will: Er leidet unter einer posttraumatischen Belastungsstörung - ausgelöst von einem Einsatz, den er verdrängt hat. Auf einem Roadtrip mit seinem besten Freund Benny lernt er Luzi kennen. Sie bietet ihm einen unverhofften Ausweg. Doch Kim hat nur eine Chance, wenn er sich seinen Ängsten stellt ... Mitreißend und temporeich zeichnet Tobias Schlegl ein alarmierendes Bild von den schwierigen Arbeitsbedingungen in unserem Gesundheitssystem und teilt zugleich seine große Leidenschaft für seinen überlebenswichtigen Beruf.

4 Fragen 4 Antworten

Was bedeutet diese Buchmesse für Sie?

Ich wechsele bei dieser Buchmesse die Seiten. Vor gar nicht allzu langer Zeit saß ich als Moderator auf dem Blauen Sofa und habe Autor*innen befragt. Diesmal ist alles anders. Nicht nur wegen Corona, sondern auch ich nun der Autor bin und meinen Debütroman präsentieren darf. Aufregend.

Welche Leser*innen wünschen Sie sich?

Ganz unterschiedliche. Die “klassischen” Leser und diejenigen, die vorher möglicherweise noch niemals ein Buch in der Hand hatten. Ich bin überzeugt, dass Bücher uns ganz viel mitgeben können - sie können Mut machen, zum Nachdenken anregen und vielleicht zu Dingen inspirieren, die wir uns davor nicht unbedingt zugetraut hätten. Bei mir war das jedenfalls so.

Mit welchem Satz überzeugen Sie Ihre Leser*innen, Ihr neues Buch zu lesen?

Es ist nicht nur ein Buch, sondern ein Aufruf, ein leidenschaftliches Plädoyer dafür, dass dieses Land ein Land der Chancen ist, trotz aller Herausforderungen, und dass sich jeder seinen Traum von einem freien Leben verwirklichen kann. Was das für mich ganz persönlich bedeutet, habe ich in dem Buch zum Ausdruck gebracht: In die Freiheit kommen und die Freiheit teilbar machen.

Was war gut am Shut-down, was haben Sie aus der Corona-Krise gelernt?

Der Shut-Down hat mich gezwungen, hinzuschauen - und zwar auch auf Dinge, die ich im beruflichen Dauer-Alltagsstress verdrängt hatte und die durch den Shut-Down zum Vorschein kamen. Dazu gehören auch persönliche Bedürfnisse und Wünsche. Denen bin ich mir jetzt bewusst geworden und versuche, sie in Zukunft nicht mehr untergehen zu lassen, sondern sie trotz aller Arbeit aktiv anzugehen und umzusetzen.

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