Max Czollek

Autoren

Max Czollek

Max Czollek wurde 1987 in Berlin geboren. Er ist Mitglied des Lyrikkollektivs G13 und Mitherausgeber der Zeitschrift Jalta - Positionen zur jüdischen Gegenwart. Mit Sasha Marianna Salzmann kuratierte er 2016 den Desintegrationskongress und 2017 die Radikalen Jüdischen Kulturtage am Maxim Gorki Theater. Die Gedichtbände Druckkammern, Jubeljahre und Grenzwerte erschienen im Verlagshaus Berlin.

©  www.guntergluecklich.com

Gegenwartsbewältigung

Aktuelles Buch

Gegenwartsbewältigung

Carl Hanser Verlag

Nach Max Czolleks Bestseller "Desintegriert euch!" liefert er nun ein Manifest für die plurale Gesellschaft, das Antworten auf die politische Gegenwart gibt.
In Zeiten der Krise leiden Gesellschaft und Vielfalt. Für Max Czollek bieten staatstragende Konzepte wie "Leitkultur" oder "Integration" darauf keinerlei Antwort. Seit 2018 wird viel diskutiert über Max Czolleks Streitschrift "Desintegriert euch!". Beschrieb sie den Status quo des deutschen Selbstverständnisses, entwirft Czollek nun das Modell für eine veränderte Gegenwart: Wie muss sich die Gesellschaft wandeln, damit Menschen gleichermaßen Solidarität erfahren? Welche liebgewonnenen Überzeugungen müssen wir alle dafür aufgeben? Wie kann in einer fragmentierten Welt die gemeinsame Verteidigung der pluralen Demokratie gelingen? Max Czollek trifft ins Herz des Jahres 2020 - diese Polemik ist sein Schrittmacher.

4 Fragen 4 Antworten

Was bedeutet diese Buchmesse für Sie?

Eine normale Buchmesse bietet ja die Möglichkeit, das Publikum und andere Autor*innen zu treffen, sich zu unterhalten und gemeinsam zu feiern. Und am Ende zu verstehen, warum man sich zum Schreiben lieber zurückziehen sollte. Das ist diesmal anders und vielleicht sogar ein kleines bisschen entspannter. Und das wäre vielleicht nicht der schlimmste Aspekt einer Corona-Messe.

Welche Leser*innen wünschen Sie sich?

Kritische Leser*innen, denen meine Bücher beim eigenen Denken helfen. Ich glaube, meine Aufgabe ist es, die richtigen Fragen zu stellen, die Antworten geben wir alle gemeinsam. Wenn man so will, geht es mir also um einen Dialog zwischen Text und Publikum, an dem ich als Autor manchmal teilhabe, meistens nicht.

Mit welchem Satz überzeugen Sie Ihre Leser*innen, Ihr neues Buch zu lesen?

Lesen Sie dieses Buch, bevor es gecancelt wird! Alternativ: dass die Konzepte, mit denen wir uns die Gegenwart zurecht legen, vielfach nicht mehr in der Lage sind, die gesellschaftliche Vielfalt und die Bedrohung durch rechte Gewalt zu bewältigen. Darum brauchen wir neue Konzepte – Gegenwartsbewältigung eben.

Was war gut am Shut-down, was haben Sie aus der Corona-Krise gelernt?

Ohne die Krise wäre ich nicht in der Lage gewesen, meinen Terminplan so schnell und so weitgehend zu reduzieren. Zumindest nicht ohne beträchtliche professionelle Kosten. Der Virus hat mir sozusagen die Aufgabe abgenommen, „Nein“ zu sagen. Und ich möchte mir gern etwas davon über die Quarantäne-Zeit hinaus bewahren.

Weitere Informationen