Klaus Brinkbäumer

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Klaus Brinkbäumer

Klaus Brinkbäumer ging 2007 als Korrespondent des SPIEGEL nach New York. Von 2015 bis 2018 war er Chefredakteur des SPIEGEL. Er gewann u.a. den Egon-Erwin-Kisch-Preis, den Henri-Nannen-Preis und wurde 2016 Chefredakteur des Jahres. Seit 2018 schreibt er für DIE ZEIT und den Tagesspiegel. Zu seinen Büchern zählen "Der Traum vom Leben - Eine afrikanische Odyssee","Nachruf auf Amerika" und "Das kluge, lustige, gesunde, ungebremste, glückliche, sehr lange Leben" (zusammen mit Samiha Shafy). Er lebt in New York.

©  Mathieu Mazza

Wahn und Wahrheit. Die amerikanische Katastrophe

Aktuelles Buch

Wahn und Wahrheit. Die amerikanische Katastrophe

C.H.Beck

Die Vereinigten Staaten befinden sich mitten in einem neuen Bürgerkrieg, der mit den Waffen der Mediengesellschaft ausgetragen wird - und erleben in der Weltkrise 2020 eine multiple Katastrophe. Klaus Brinkbäumer und Stephan Lamby berichten von den zahlreichen Fronten. Nach vier Jahren einer fatalen Präsidentschaft sind die USA eine wütende, nur noch im Hass vereinte Nation. Die unterschiedlichen politischen Lager haben ihre diplomatischen Beziehungen abgebrochen und stehen sich auf medialen Schlachtfeldern gegenüber. Die Kombattanten sind das Weiße Haus, Fox News, rechte Trolle und ultrakonservative Radiomoderatoren auf der einen, CNN, New York Times, Washington Post und progressive Blogger auf der anderen Seite. Apokalyptische Szenarien, wahnhafte Verdrehungen und permanente Attacken gegen den Feind bestimmen den politischen Alltag. Die beiden Spitzenjournalisten Klaus Brinkbäumer und Stephan Lamby begannen im Juni 2019 mit ihren Recherchen, als Donald Trump seine Kampagne für die Wiederwahl eröffnete. Sie waren beim Vorwahlkampf der Demokraten dabei und beim Amtsenthebungsverfahren gegen Präsident Trump. Immer wieder recherchierten Brinkbäumer und Lamby im Weißen Haus und trafen die Stars der amerikanischen Medienwelt von heute. Sie spürten zudem auf, wie sich die USA seit Jahrzehnten von ihren eigenen Idealen entfernten, und warum aus der ehemals so angesehenen Nation ein Land wurde, das so viele Feinde hat. Von Januar 2020 an verfolgten sie die Ausbreitung des Corona-Virus in den USA und wurden schließlich Zeugen, wie der gewaltsame Tod des Afroamerikaners George Floyd bei einem Polizeieinsatz eine landesweite Protestwelle gegen Rassismus und Polizeigewalt auslöste. Ihr Buch ist eine investigative Kriegsreportage über ein zerfallendes Land, das seinen Kompass und seine Wahrheiten verloren hat.

4 Fragen 4 Antworten

Was bedeutet diese Buchmesse für Sie?

Diese Buchmesse wird ja nicht nur während der weltweiten Corona-Pandemie stattfinden, sondern auch kurz vor der Präsidentschaftswahl in den USA. Eine Schicksalswahl, auch für Europa. Zur großen Trump/USA-Debatte wollen wir etwas beitragen.

Welche Leser*innen wünschen Sie sich?

Neugierige Leser*innen, die sich nicht nur für Tagesaktualität interessieren, sondern auch für politische, kulturelle, historische Zusammenhänge. Und die nicht nur Donald Trump verstehen wollen, sondern auch die Anfälligkeit moderner Demokratien.

Mit welchem Satz überzeugen Sie Ihre Leser*innen, Ihr neues Buch zu lesen?

Donald Trump ist sowohl Produkt wie Brandbeschleuniger einer fatalen Entwicklung, die auch uns betrifft.

Was war gut am Shut-down, was haben Sie aus der Corona-Krise gelernt?

Gut: Weniger Flugzeuge am Himmel, mehr Ruhe auf der Erde. Gelernt: Wie eng die Menschheit nicht nur wirtschaftlich, sondern auch gesundheitlich zusammenhängt.

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