Heinz Bude, Bettina Munk + Karin Wieland

Autoren

Heinz Bude, Bettina Munk + Karin Wieland

Heinz Bude, geboren 1954, studierte Soziologie, Philosophie und Psychologie. Seit 2000 ist er Inhaber des Lehrstuhls für Makrosoziologie an der Universität Kassel. Er lebt in Berlin. Zuletzt erschien sein Buch "Solidarität. Die Zukunft einer großen Idee" (2019).

Bettina Munk, geboren 1960, studierte Kunst in Berlin und London. Nach einem längeren Aufenthalt in New York lebt sie seit 2001 wieder in Berlin, Lehraufträge an verschiedenen Hochschulen. Ausstellungen in Europa und den USA, zuletzt "Das bewegte Bild - Das Bild bewegt" (Wien, 2018), "Fiction Or Not" (Berlin, 2016).

Karin Wieland, geboren 1958, studierte Politische Wissenschaften an der Freien Universität Berlin. Sie lebt als Schriftstellerin in Berlin. Zuletzt erschien "Das Geschlecht der Seele. Hugo von Hofmannsthal, Bert Brecht und die Erscheinung der modernen Frau" (2017). Ihr Buch "Dietrich & Riefenstahl. Hollywood, Berlin and a Century in Two Lives" (2011) war Finalist für den National Book Critics Circle Award 2015.

 

Aufgrund der Hygienevorschriften in Zeiten von Corona können maximal 3 Personen (inklusive der Moderatorin) auf der Bühne des "Blauen Sofas Platz nehmen. Wir danken Bettina Munk, dass sie zu Gunsten von Karin Wieland und Heinz Bude darauf verzichtet hat. 

©  Dawin Meckel, OSTKREUZ

Aufprall

Aktuelles Buch

Aufprall

Carl Hanser Verlag

Westberlin, achtziger Jahre, Hausbesetzung, Punk, Aids, Tschernobyl: Heinz Bude, Bettina Munk und Karin Wieland schreiben den Roman einer Generation."No Future": Unter dieser Parole besetzt eine Gruppe junger Leute Anfang der Achtzigerjahre ein Haus in Kreuzberg. Aufbruchsstimmung wechselt mit inneren Streitigkeiten unter der ständigen Bedrohung durch die Staatsgewalt. Bis bei einem Unfall eine Besetzerin ums Leben kommt. Was sie hier erzählen, haben Heinz Bude, Bettina Munk und Karin Wieland so oder ähnlich erlebt. Aufprall spielt in einer Welt von Punk, Straßenschlachten, AIDS, Drogen, rauer Kunst und wilden Theorien, bloßem Sex und tiefer Zuneigung, zu einer Zeit, die keine Kompromisse kannte. Als hinter dem besetzten Haus die Mauer fällt sind die Achtziger vorbei. In diesem großen, impulsiven Roman leben sie noch einmal auf.

4 Fragen 4 Antworten

Was bedeutet diese Buchmesse für Sie?

Wir wären durch die Hallen geschlendert und hätten die Bücher unserer Kolleginnen in die Hand genommen, wir hätten das Papier gefühlt und die Weißtöne verglichen und das Satzbild bewundert und wir wären mit den Leuten mitgegangen und hätten uns treiben lassen und hätten gar sicher jemand getroffen, den wir ewig nicht gesehen haben. Das geht dieses Mal alles nicht und wir wissen jetzt, was uns fehlt.

Welche Leser*innen wünschen Sie sich?

Leser, die durch die Literatur etwas über das Leben erfahren wollen, obwohl ihnen völlig klar ist, dass die Literatur was ganz anderes als das Leben ist.

Mit welchem Satz überzeugen Sie Ihre Leser*innen, Ihr neues Buch zu lesen?

Die Fiktion ist wahr und die Fakten stimmen.

Was war gut am Shut-down, was haben Sie aus der Corona-Krise gelernt?

Nichts. Bis auf die Erkenntnis, dass manchmal alles auf dem Spiel steht.

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