Düzen Tekkal

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Düzen Tekkal

Düzen Tekkal ist Kurdin, Jesidin und Deutsche. Die renommierte Fernsehjournalistin, Filmemacherin, Kriegsberichterstatterin und Buchautorin wurde 1978 als eines von elf Kindern einer jesidischen Einwandererfamilie in Hannover geboren. Sie erhielt zahlreiche Auszeichnungen, darunter den Preis "Frau Europas 2018".

©  Markus Tedeskino

#GermanDream

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Berlin Verlag

Die Diskussion darüber, was Deutschland heute ist und wie wir als Gesellschaft zusammenleben wollen, wird oft unsachlich geführt, getrieben von Angst und der Lust an der Provokation. Vor den Herausforderungen von Extremismus, Migration und Digitalisierung soll dieses Buch Anstöße zu einer neuen Wertedebatte liefern. Dafür führt Düzen Tekkal nicht nur Gespräche mit prominenten Vertretern aus Politik, Gesellschaft und Wirtschaft. Sie erzählt auch Geschichten von Menschen, die ihren Traum vom freien Leben unter zum Teil abenteuerlichen Bedingungen verwirklichten - und die nun prägender Teil unserer Gesellschaft sind. Ein engagierter Aufruf, für die Werte des Grundgesetzes einzustehen und sich für das Gemeinsame in der Vielfalt starkzumachen.

4 Fragen 4 Antworten

Was bedeutet diese Buchmesse für Sie?

Ich habe schon als kleines Kind davon geträumt, eines Tages auf dieser Buchmesse mit eigenem Buch vertreten zu sein. Bücher waren schon immer etwas ganz Besonderes für mich. Das liegt auch daran, dass wir früher in unserer Familie (mit Ausnahme des Telefonbuchs) keine Bücher hatten, meine Mutter konnte weder lesen noch schreiben. Und jeden Tag nach der Schule bin ich in die öffentliche Bibliothek bei uns in Hannover-Linden gerannt und habe dort meine Nachmittage verbracht. Vielleicht zeigt das ganz gut, was Bücher und insbesondere diese bedeutende Buchmesse für mich bedeuten.

Welche Leser*innen wünschen Sie sich?

Ganz unterschiedliche. Die “klassischen” Leser und diejenigen, die vorher möglicherweise noch niemals ein Buch in der Hand hatten. Ich bin überzeugt, dass Bücher uns ganz viel mitgeben können - sie können Mut machen, zum Nachdenken anregen und vielleicht zu Dingen inspirieren, die wir uns davor nicht unbedingt zugetraut hätten. Bei mir war das jedenfalls so.

Mit welchem Satz überzeugen Sie Ihre Leser*innen, Ihr neues Buch zu lesen?

Es ist nicht nur ein Buch, sondern ein Aufruf, ein leidenschaftliches Plädoyer dafür, dass dieses Land ein Land der Chancen ist, trotz aller Herausforderungen, und dass sich jeder seinen Traum von einem freien Leben verwirklichen kann. Was das für mich ganz persönlich bedeutet, habe ich in dem Buch zum Ausdruck gebracht: In die Freiheit kommen und die Freiheit teilbar machen.

Was war gut am Shut-down, was haben Sie aus der Corona-Krise gelernt?

Der Shut-Down hat mich gezwungen, hinzuschauen - und zwar auch auf Dinge, die ich im beruflichen Dauer-Alltagsstress verdrängt hatte und die durch den Shut-Down zum Vorschein kamen. Dazu gehören auch persönliche Bedürfnisse und Wünsche. Denen bin ich mir jetzt bewusst geworden und versuche, sie in Zukunft nicht mehr untergehen zu lassen, sondern sie trotz aller Arbeit aktiv anzugehen und umzusetzen.

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