Andreas Winkelmann

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Andreas Winkelmann

Andreas Winkelmann, geboren 1968 in Niedersachsen, ist verheiratet und hat eine Tochter. Er lebt mit seiner Familie in einem einsamen Haus am Waldrand nahe Bremen. Wenn er nicht gerade in menschliche Abgründe abtaucht, überquert er zu Fuß die Alpen, steigt dort auf die höchsten Berge oder fischt und jagt mit Pfeil und Bogen in der Wildnis Kanadas.

©  Gregor Middendorf

Der Fahrer

Aktuelles Buch

Der Fahrer

Rowohlt Taschenbuch Verlag

Die Gestalt sitzt zusammengesunken auf einer Bank im Hamburger Stadtpark und rührt sich nicht - sie ist tot. Ihr Gesicht scheint zu leuchten - fluoreszierend im Licht der Straßenlaternen. Jemand hat die Leiche mit Leuchtfarbe angemalt. In Hamburg treibt ein Serienmörder sein Unwesen. Die Opfer: junge Frauen, die nachts unterwegs waren. Viele waren Kundinnen beim neuen Fahrdienst namens MyDriver. Aber da enden auch schon die Gemeinsamkeiten. Kommissar Jens Kerner und seine Kollegin Rebecca Oswald ermitteln fieberhaft - obwohl beide mit privaten Herausforderungen kämpfen. Jens wird mit seiner Vergangenheit konfrontiert, und Rebecca versucht erfolglos, ihn in die Gegenwart - und zu sich - zu ziehen. Dann tauchen überall merkwürdige Hashtags auf. Erst auf den Privatautos der Opfer, dann an immer mehr Orten steht: "findemich - in Leuchtfarbe. Und es scheint, als wäre diese Aufforderung direkt an Jens Kerner gerichtet...

4 Fragen 4 Antworten

Was bedeutet diese Buchmesse für Sie?

In der Verbindung mit der Buchmesse, überhaupt mit Messen, wurde in der Vergangenheit oft die Besucherzahl als Maßstab für den Erfolg herausgestellt. War ein neuer Rekord erreicht, schienen alle zufrieden. Ich empfand es oft als viel zu voll, viel zu laut, viel zu hektisch – und wie ich aus Gesprächen weiß, ging es vielen anderen ebenso. Menschen müssen zusammenkommen, keine Frage, aber es müssen nicht immer so viele Menschen wie möglich auf engem Raum zusammenkommen. Deshalb bedeutet diese Buchmesse ein Umdenken. Aus Gewohntem etwas Neues zu machen, Dinge anders zu Denken und Alternativen testen, andere Wege zu gehen, das finde ich wichtig. Nicht nur in Pandemiezeiten, sondern immer.

Welche Leser*innen wünschen Sie sich?

Ich finde es vermessen, mir Leserinnen oder Leser mit bestimmten Merkmalen zu wünschen. Ich wünsche mir, dass die Menschen Bücher lesen, sich die Liebe zu Geschichten bewahren, sich mit den Einblicken, Gedanken und Sichtweisen anderer Menschen beschäftigen. Und das darf und soll bitte jeder tun.

Mit welchem Satz überzeugen Sie Ihre Leser*innen, Ihr neues Buch zu lesen?

Wenn man die Überzeugungskraft eines Buches in einen Satz packen könnte, wäre es überflüssig, ein ganzes Buch zu schreiben.

Was war gut am Shut-down, was haben Sie aus der Corona-Krise gelernt?

Zunächst einmal war ganz sicher gut, dass mit den getroffenen Maßnahmen Menschenleben gerettet werden konnten, so schwierig die Umstände für den Einzelnen auch gewesen sein mögen. Wir haben uns dem Virus nicht ergeben, sondern getan, was man in einer modernen Zivilisation dagegen tun kann. Dazu gehört es, Fehler zu machen, zu protestieren, wenn sie erkennbar sind, immer wieder Fragen zu stellen. Also zu kommunizieren, als Gesellschaft gemeinsam ein Problem anzugehen. Ich fand und finde gut, wie das in Deutschland geklappt hat. Ganz persönlich habe ich gelernt, zu telefonieren und Videokonferenzen abzuhalten. Ganz ehrlich: Ich habe schon immer sehr ungern telefoniert, aber die Coronazeiten haben es mir abverlangt und so schwierig war es dann doch nicht. Ebenso verhält es sich mit den Videokonferenzen; die habe ich vorher überhaupt gar nicht gemacht. Jetzt ist es Alltag. Und damit sind wir wieder beim Umdenken.

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