Andreas Kossert

Autoren

Andreas Kossert

Andreas Kossert, geboren 1970, studierte Geschichte, Slawistik und Politik. Der promovierte Historiker arbeitete am Deutschen Historischen Institut in Warschau und lebt seit 2010 als Historiker und Autor in Berlin. Auf seine historischen Darstellungen Masurens (2001) und Ostpreußens (2005) erhielt er begeisterte Reaktionen. Zuletzt erschienen von ihm der Bestseller "Kalte Heimat. Die Geschichte der deutschen Vertriebenen nach 1945" (2008) sowie "Ostpreußen. Geschichte einer historischen Landschaft" (2014). Für seine Arbeit wurde ihm der Georg Dehio-Buchpreis verliehen

©  Sebastian Pfuetze

Flucht.  Eine Menschheitsgeschichte

Aktuelles Buch

Flucht. Eine Menschheitsgeschichte

Siedler

Andreas Kossert stellt in seinem neuen Buch die Flüchtlingsbewegung des frühen 21. Jahrhunderts in einen großen geschichtlichen Zusammenhang. Immer nah an den Einzelschicksalen zeigt Kossert, welche existenziellen Erfahrungen von Entwurzelung und Anfeindung mit dem Verlust der Heimat einhergehen - und warum es für Flüchtlinge und Vertriebene zu allen Zeiten so schwer ist, in der Fremde neue Wurzeln zu schlagen. Ob sie aus Ostpreußen, Syrien oder Indien flohen: Flüchtlinge sind Akteure der Weltgeschichte - Andreas Kossert gibt ihnen mit diesem Buch eine Stimme.

4 Fragen 4 Antworten

Was bedeutet diese Buchmesse für Sie?

Mehr Gelassenheit, denn sie zeigt, dass sich auch bewährte Dinge schlagartig verändern, ohne dass wir sie beeinflussen können.

Welche Leser*innen wünschen Sie sich?

Flucht und Flüchtlinge sind ein zeitlos aktuelles Menschheitsthema und gehen uns alle an, auch als Leserinnen und Leser, ohne Unterschied.

Mit welchem Satz überzeugen Sie Ihre Leser*innen, Ihr neues Buch zu lesen?

Geflüchtete und das, was sie erleben und erleiden, führen uns vor Augen, wie zerbrechlich unsere scheinbar so sichere Existenz ist. Sie verschieben die Sicht auf die Welt, weil sich mit jeder Fluchtgeschichte und jedem einzelnen Flüchtling die Frage stellt, wie fest wir wurzeln

Was war gut am Shut-down, was haben Sie aus der Corona-Krise gelernt?

Ein wenig mehr Demut und die Möglichkeit, bei allen Einschränkungen zu sehen, wie privilegiert auch in diesen Zeiten viele von uns sind. Vor allem, wenn wir unseren Blick auf die Protagonisten meines Buches lenken, für die Debatten über social distancing oder Maskenpflicht ein Luxusproblem darstellen, etwa Menschen in überfüllten Flüchtlingslagern.

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