Johannes Franzen

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Johannes Franzen

Johannes Franzen, Jahrgang 1984, ist Literaturwissenschaftler an der Universität Bonn. Er schreibt als freier Kulturjournalist für Tageszeitungen und ist Redakteur beim Online-Feuilleton "54books".

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Indiskrete Fiktionen. Theorie und Praxis des Schlüsselromans 1960-2015|

Aktuelles Buch

Indiskrete Fiktionen. Theorie und Praxis des Schlüsselromans 1960-2015|

Wallstein Verlag

Der Schlüsselroman ist eine zwiespältige Gattung. Hinter seinen scheinbar fiktiven Figuren erkennt man reale Personen, die mit suggestiven Strategien bloßgestellt werden. Der Autor nutzt den Schlüsselroman vielfach als Waffe in persönlichen und politischen Konflikten. Dadurch haftet dieser Gattung den Ruf ästhetischer wie mora-lischer Minderwertigkeit an; die Vorwürfe lauten: Boulevard, Meinungsjournalismus oder pseudokünstlerische Indiskretion. Anhand vieler Beispiele widmet Franzen seit den 1960er Jahren untersucht Johannes Franzen fiktions- und gattungstheoretische Probleme und widmet sich den ethischen Fragen, die die Verarbeitung realer Menschen in literarischen Texten aufwerfen. Es werden bekannte Skandale sowie Fälle aus der Peripherie des Literarischen analysiert, wie z.B. Thomas Bernhards "Holzfällen", Martin Walsers "Tod eines Kritikers", Maxim Billers "Esra", Klaus Rainer Röhls "Die Genossin" und Helmut Karaseks "Das Magazin"..

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