Amirpur Katajun

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Amirpur Katajun

Katajun Amirpur ist Professorin für Islamwissenschaft an der Universität zu Köln und schreibt regelmäßig für große Zeitungen und Zeitschriften.

©  Andreas Lohmann

Khomeini. Der Revolutionär des Islam

Aktuelles Buch

Khomeini. Der Revolutionär des Islam

C.H.Beck

ET: 22. Februar 2021| ISBN 978-3-406-76873-6 | Hardcover | 352 Seiten | 26,95 EUR

Kein anderer Revolutionär hat die islamische Welt so sehr verändert wie Ruhollah Musawi Khomeini (1902 - 1989). Katajun Amirpur entdeckt in dieser ersten umfassenden Khomeini-Biographie in deutscher Sprache einen im Westen weitgehend unbekannten Gelehrten, Dichter und Mystiker und erklärt, wie es dem charismatischen Asketen gelang, den schiitischen Islam zu politisieren und den übermächtigen Westen in Angst und Schrecken zu versetzen. Sie erzählt im Kontext der iranischen Geschichte das Leben Khomeinis von der Kindheit in einer Provinzstadt bis zum Tod in Teheran und erläutert, wie er eine traditionell unpolitische Glaubenswelt in wenigen Jahren umpolte

4 Fragen 4 Antworten

Mit welchem Satz beschreiben Sie Ihr neues Buch?

Wir erzählen uns, wer wir sind und wer wir sein wollen; und was wir uns erzählen, das werden wir. Buchmessen sind vielstimmige Hotspots der Erzählungen darüber, was Bücher und die Welten, von denen sie erzählen, im Innersten zusammenhält.

Welches Buch ist Ihr Lieblingsbuch?

Ich wünsche mir Leser*innen, die Sexismus verstehen wollen und die sich Sexismus mit wissenden Argumenten in den Weg stellen wollen. So gesehen möchte ich nicht nur feministisch denkende Menschen erreichen, sondern breite Teile der Gesellschaft.

Wen möchten Sie gerne persönlich kennenlernen?

Mein Buch verbindet dichte Beschreibungen persönlicher Erlebnisse mit einer Analyse des Sexismus, die immer historisch eingebettet ist, um aktuelle Prozesse besser verstehen zu können. Dabei geht es um die Wechselwirkung von Geschichte und Gegenwart, Gesetzgebung und Moralvorstellungen, Macht und Herrschaft sowie Strukturen und Wissen.

Ihr Motto

Viren unterscheiden nicht nach Einkommen oder der Position im Rassismus und Sexismus. Menschliche Antworten darauf aber tun das sehr wohl. Das stößt gerade neue Debatten über Rassismus und Sexismus an. Ganz persönlich erlebe ich die Corona-Krise auch als Brennglas, das mich meine Privilegien als deutsche Staatsbürgerin erkennen lässt: