Per Leo

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Per Leo

Per Leo, geboren 1972, wurde mit einer Arbeit über die Geschichte des Antisemitismus in Deutschland promoviert. Sein Debütroman "Flut und Boden" stand auf der Shortlist der Leipziger Buchmesse. Der von ihm mitverfasste Leitfaden "Mit Rechten reden" löste eine intensive Debatte aus. Seine Bücher wurden mehrfach ausgezeichnet. Leo lebt als freier Autor und Schatullen-Produzent in Berlin

©  Alexa Geisthoevel

Tränen ohne Trauer. Nach der Erinnerungskultur

Aktuelles Buch

Tränen ohne Trauer. Nach der Erinnerungskultur

Klett-Cotta

Dieses radikale Buch verbindet eine Provokation mit einem Angebot. Es irritiert unseren Läuterungsstolz, und zugleich verlockt es zu einem frischen Blick auf die eigene Geschichte. Im Umgang mit dem Nationalsozialismus haben die Deutschen manches geleistet, sie sind aber auch vielen Illusionen erlegen. Heute droht eine Vergangenheit, die umso häufiger beschworen wird, je weniger man von ihr weiß, den Blick auf die Gegenwart zu verstellen. Migration und Wiedervereinigung haben unser Land so verändert, dass wir lernen müssen, anders auf uns selbst zu blicken. Weniger provinziell, weniger zwanghaft, weniger egozentrisch. Weltoffener, vielfältiger, neugieriger. Ein Leitmotiv, das uns dabei den Weg weisen könnte, ist für Leo das deutsch-jüdische Verhältnis. Wer bereit ist, die routinierte Betroffenheit über den Holocaust hinter sich zu lassen, wird auf eine verblüffende Vielfalt stoßen. Denn "die Juden" gibt es nicht - und auch hierzulande kann man viel, viel mehr sein als bloß "kein Nazi".

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