Paul Seesequasis

Autor:in

Paul Seesequasis, Kanada

Paul Seesequasis ist ein "nîpisîhkopâwiyiniw", ein Angehöriger des Stammes der "Willow Cree". Er arbeitet als Autor und Journalist und setzt sich seit Jahrzehnten für die Rechte der indigenen Bevölkerung Kanadas ein. Seit 2015 ist er der Kurator des "Indigenous Archival Photo Project", das sowohl online, als auch offline Bilder und Geschichten sammelt und damit die kulturelle Identität der indigenen Bevölkerung Kanadas lebendig macht. Er veröffentlichte Artikel in zahlreichen Zeitschriften und Magazinen, unter anderem in "The Globe and Mail", "The Walrus", "Brick" und "Granta", und ist seit den 1990er-Jahren künstlerisch und politisch aktiv. Er lebt derzeit in Saskatoon, in der kanadischen Provinz Saskatchewan.

©  Red Works Photography

Unter der Mitternachtssonne Porträts indigener Gemeinschaften in Kanada

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Unter der Mitternachtssonne Porträts indigener Gemeinschaften in Kanada

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Das beeindruckende Porträt von acht indigenen Gemeinschaften in Kanada. Paul Seesequasis, Journalist und Autor, gibt mit seinem ungewöhnlichen und spektakulären Social-Media-Projekt der "vergessenen Generation" der First Nations, Metis und Inuit ein Gesicht. Er erzählt anhand verschwunden geglaubter Fotos von Zusammenhalt, gegenseitiger Unterstützung und gemeinsamen Widerstand. Dazu sammelte er über drei Jahre hinweg die eindrücklichsten Archivbilder und die Geschichten der Menschen hinter den Porträts. Damit stößt er die Tür zu einer verborgenen Wahrheit auf und bringt eine andere, eine neue Seite der Geschichte von Kanadas indigener Bevölkerung ans Licht.

"Indigene Gruppen in Kanada, jeweils differenziert dargestellt in Texten und in großartig ausgewählten Fotos aus vielen Jahrzehnten." Frankfurter Allgemeine Zeitung, Tilmann Spreckelsen (03. Dezember 2020)

4 Fragen 4 Antworten

Mit welchem Satz beschreiben Sie Ihr neues Buch?

Eine Reihe von unterschiedlichen, erzählerischen Reisen, die von Fotografien inspiriert sind, uns aber über die Grenzen des "Moments in der Zeit" hinausführen, um eine Geschichte zu erzählen, die sonst ungehört bleibt.

Welches Buch ist Ihr Lieblingsbuch?

Eigentlich mehrere. In der Belletristik „Das Simmarillion" von J.R.R. Tolkien wegen seiner mythischen und tragischen Tragweite. Bei den Sachbüchern hat Susan Sontags "Über Fotografie" einen großen Einfluss auf mich. Zurzeit lese ich Rebecca Roanhorses 'Schwarze Sonne', ein fesselnder Fantasy-Roman.

Was bedeutet das Blaue Sofa für Sie?

Eine neue Erfahrung. Ein Austausch von Ideen. Ein gutes Gespräch.

Welchen Song haben Sie im Ohr, wenn Sie an Ihr neues Buch denken?

Ich mag zwar alles, von Rock über Jazz bis hin zu klassischer Musik, aber wenn ich kreativ bin oder lese, höre ich immer wieder gerne Ambient-Musik, in diesem Fall Brian Enos „Music for Airports'.

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