Joachim Scholtyseck

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Joachim Scholtyseck

Joachim Scholtyseck ist seit 2001 Professor für Neuere und Neueste Geschichte an der -Universität Bonn. Seine Forschungsschwerpunkte umfassen neben der deutschen Wirtschafts- und Unternehmensgeschichte ("Der Aufstieg der Quandts", 2011; "Merck", 2. Aufl. 2018 ) vor allem Italienische Geschichte im 19. und 20. Jahrhundert und Deutsches Kaiserreich ("Alliierter oder Vasall?", 1994), Widerstand gegen den Nationalsozialismus ("Robert Bosch und der liberale Widerstand gegen Hitler", 2. Aufl. 2000) und Kalter Krieg ("Die Außenpolitik der DDR", 2003). Scholtyseck ist u. a. Vorsitzender des Wissenschaftlichen Beirats des Hauses der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland sowie der Otto-von-Bismarck-Stiftung.

Reinhard Mohn Ein Jahrhundertunternehmer

Aktuelles Buch

Reinhard Mohn Ein Jahrhundertunternehmer

C. Bertelsmann

Reinhard Mohn (1921-2009) gilt als einer der bedeutendsten deutschen Unternehmer des 20. Jahrhunderts. Als Kriegsheimkehrer übernahm er 1947 den elterlichen Verlag und stellte in den folgenden Jahrzehnten, beginnend mit der Gründung des Bertelsmann Leserings 1950, die Weichen für die Entwicklung von Bertelsmann zu einem international operierenden Medienkonzern mit sozialpartnerschaftlicher Unternehmenskultur. Zum wirtschaftlichen Erfolg gesellte sich für die aus der ostwestfälischen Provinz heraus von Mohn gelenkte Bertelsmann AG hohes Ansehen als einer der attraktivsten und fortschrittlichsten Arbeitgeber der Bundesrepublik. 1977 rief er die Bertelsmann Stiftung ins Leben, die sich der Förderung einer demokratischen Bürgergesellschaft widmet und heute als bedeutendste unter den deutschen Stiftungen gilt. In seinem reich illustrierten Lebensbild zeigt der Historiker Joachim Scholtyseck vor dem Hintergrund der deutschen Kultur-, Medien- und Unternehmensgeschichte des 20. Jahrhunderts die visionäre Unternehmerpersönlichkeit Reinhard Mohn in neuem Licht.

4 Fragen 4 Antworten

Mit welchem Satz beschreiben Sie Ihr neues Buch?

Mit diesem Buch möchte ich zeigen, dass es schon in der frühen Bundesrepublik Unternehmer gab, die geradezu avantgardistisch dachten: mit Blick auf die Mitbestimmung, aber auch mit Blick auf die notwendige Delegation von Verantwortung – Anstöße, die nicht immer selbstverständlich waren

Welches Buch ist Ihr Lieblingsbuch?

„Pnin“ von Wladimir Nabokov, ein wunderbares Buch über einen chaotischen Wissenschaftler, der in seinem Leben fast alles falsch macht und dies verzweifelt-selbstironisch erträgt. Unglaublich lustig, wenn man Nabokovs Humor versteht und mag.

Was bedeutet das Blaue Sofa für Sie?

Die Möglichkeit, in intellektueller Atmosphäre außerhalb des bisweilen verrätselten Elfenbeinturms Universität mit anregenden Gesprächspartnern zu diskutieren.

Welchen Song haben Sie im Ohr, wenn Sie an Ihr neues Buch denken?

„Café der Artisten“ von Ernst Molden und „Der Nino aus Wien“, ein großartiges Lied in der Tradition des Austropop. Es hat inhaltlich gar nichts mit dem neuen Buch zu tun, sondern wurde gespielt, als das Buchmanuskript im Umbruch vorlag – für mich immer der beste Moment bei meinen Buchprojekten!“

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