Isabell Beer

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Isabell Beer

Isabell Beer, Jahrgang 1994, ist als 18Jährige direkt nach dem Abi durch ein Praktikum in der Online-Redaktion der Nürnberger Nachrichten in den Journalismus eingestiegen. Mit 20 begann sie beim Berliner Kurier ein Volontariat, das sie mit einem halbjährigen Praktikum im ZEIT-Hauptstadtbüro abschloss. In dieser Zeit recherchierte sie undercover in einem Netzwerk aus Voyeuren und bekennenden Vergewaltigern. Die Recherche wurde ZEITmagazin-Titelstory, Isabell Beer wurde für den Deutschen Reporterpreis in der Kategorie "Investigation" nominiert und schreibt seitdem als freie Investigativ-Journalistin für die Zeit. Für ihr ZEIT-Dossier über Joshs Geschichte erhielt sie 2019 den Newcomer-Preis des Otto-Brenner-Preises.

©  Anke-Madlen + Jaeckel

Bis einer stirbt

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Bis einer stirbt

Econ

Nach ersten Drogenerfahrungen rutscht Josh mit 17 in die Drogenszene im Internet ab. Das Netz wird ihm zum Shoppingparadies und zur Heimat wie Christiane F. der Bahnhof Zoo. Über Drogenforen und WhatsApp vernetzt er sich mit anderen Konsument*innen, manche geben gefährliche Tipps. Josh bestellt immer krassere Substanzen, erhöht die Dosis. Online lernt er auch die heroinabhängige Leyla kennen. Sie tauschen sich über ihr Leben mit dem Rausch aus. Anders als Josh bewältigt sie ihren Alltag und schafft ihr Abi. Nach diversen erfolglosen Therapieversuchen stirbt Josh mit 19 an einer Überdosis. Leyla lebt weiter - aber die Drogen kosten sie ihre Freiheit und Zeit für das, was ihr wichtig ist: ihre Familie. Isabell Beer erzählt die Geschichte zweier Jugendlicher, die beim Experimentieren mit Drogen die Kontrolle verlieren. Sie zeigt, wie und wo unsere heutige Drogenpolitik versagt und was passieren muss, um Jugendliche zu schützen. Ein unter die Haut gehender, verstörender Bericht.

4 Fragen 4 Antworten

Mit welchem Satz beschreiben Sie Ihr neues Buch?

Die wahre Geschichte zweier Jugendlicher, Josh und Leyla, die sich in der Online-Drogenszene begegnen und beim Experimentieren mit Drogen die Kontrolle verlieren.

Welches Buch ist Ihr Lieblingsbuch?

„Ganz unten“ von Günter Wallraff.

Was bedeutet das Blaue Sofa für Sie?

Ein Ort, an dem man über die Geschichte hinter der Geschichte sprechen kann

Welchen Song haben Sie im Ohr, wenn Sie an Ihr neues Buch denken?

„Keine Nacht ohne Drogen" des Rappers Herzog. Ein Song, der in der Online-Drogenszene immer wieder präsent war, den auch Josh und Leyla gehört haben.

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