Agnes Heller + Georg Hauptfeld

Autoren

Agnes Heller + Georg Hauptfeld

Ágnes Heller, Jahrgang 1929, ist Schülerin von Georg Lukács. Gemeinsam mit ihrer Mutter entging sie dem Holocaust in Budapest nur knapp, ihr Vater und viele Verwandte wurden ermordet. Sie beteiligte sich aktiv an der ungarischen Revolution von 1956. Nach langer politischer Unterdrückung emigrierte sie 1977 als Professorin für Soziologie nach Melbourne. 1986 wurde sie Nachfolgerin von Hannah Arendt auf deren Lehrstuhl für Philosophie an der New School for Social Research in New York. Ágnes Heller lebt heute in Budapest. Von Ágnes Heller sind in der Edition Konturen vier Bücher lieferbar: "Die Welt der Vorurteile", "Von der Utopie zur Dystopie", "Eine kurze Geschichte meiner Philosophie" und "Was ist komisch?" - letzteres ist jetzt im Mai erschienen und sehr erfolgreich im Münchner Literaturhaus vorgestellt worden.

Dr. Georg Hauptfeld, geboren 1954, Abitur 1972, wuchs in Deutschland aus. Seine Mutter stammte aus Berlin, sein Vater aus Wien. Er lebt seit 1973 in Wien, studierte Komposition am Konservato-rium der Stadt Wien, Archivwesen und historische Hilfswissenschaften am Institut für Österreichische Geschichtsforschung, sowie Geschichte und Publizistik, Doktorat 1982. Seither arbeitet er als Lektor und Verlagsleiter bei den Verlagen Löcker, Böhlau, Bohmann und Ueberreuter und seit 1993 als  Verleger selbstständig. Hauptfeld hat zahlreiche Autoren übersetzt u.a. Paolo Malanima, Europäische Wirtschaftsgeschichte, zuletzt mehrere Bücher von Ágnes Heller. 2014 gründete er die Edition Konturen" 2014. Er  ist Mitglied der Grazer Autorenversammlung.

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Der Wert des Zufalls. Ágnes Heller über ihr Leben und ihre Zeit

Aktuelles Buch

Der Wert des Zufalls. Ágnes Heller über ihr Leben und ihre Zeit

Edition Konturen

ET: 8.10.2018 | ISBN: 3902968346 | Gebunden | 240 Seiten 26,80 EUR

Ágnes Heller ist die wohl bedeutendste Philosophin der Gegenwart. Sie hat alle politischen Systeme erfahren, die uns auch heute beschäftigen: die beiden großen Totalitarismen, die Demokratie und jüngst den populistischen Antipluralismus. Im Laufe ihres Lebens hat sie sich immer weiter vom Marxismus und schließlich von allen Ismen entfernt. Hellwach, offen und kritisch, selbstbewusst und voll mutiger Entschlossenheit ist sie auch in ihrem privaten Leben. Am Anfang ihres Weges stand der Zufall: der Zufall ihrer Geburt - "das größte Glück meines Lebens" -, das zufällige Überleben des Holocaust, die zufällige Begegnung mit dem großen Philosophen Georg Lukács. Diese und weitere Zufälle haben ihr Leben geprägt, ihren Wert gewannen die Zufälle durch das, was sie daraus gemacht hat. Damit ist sie zu Weltruhm gelangt.